Nina

 

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark umfasst und meist im frühen Erwachsenenalter beginnt. Die Krankheit lässt noch viele Fragen unbeantwortet und ist in Verlauf, Beschwerdebild und Therapieerfolg von Patient zu Patient so unterschiedlich, dass sich allgemeingültige Aussagen nur bedingt machen lassen. Aus diesem Grund ist MS auch als "Krankheit mit den 1000 Gesichtern" bekannt.

 

 

 

 

 

 

 

So, fang ich mal an...

Ich bin damals gerade aus der Schule gekommen und wollte eine Ausbildung als Erzieherin absolvieren.

Kinder sind so ein Lebensquell es ist inspirierend mit Kindern zu arbeiten.

 

Ich wollte weiter intensiv mit meiner Stute Finja trainieren und die grenzenlose Freiheit der Natur mit ihr gemeinsam genießen. Wir wollten auf vielen Turnieren glänzen. Die gemeinsame Zeit mit Finja ist durch nichts zu ersetzen.

 

Das leben wartete auf mich und ich wollte so richtig hinein stürzen.

Mit 18 hat man andere als diese Nachricht, "Du hast MS".

Was wir aus meinen Zielen und Träumen.

MS klopft nicht an, sie ist auf einmal da. Ihr ist es egal ob man ihr die Tür in das eigene Leben öffnet. Sie ist einfach da.

Da ich dann, trotz Medikamente, sehr häufig im Krankenhaus lag und die Erkrankung ihr Gesicht in meinen Körper hinterlassen hat, ist vieles nicht uneingeschränkt möglich.

 

So, fang ich (noch) mal an.....

ich hab schon immer gerne gezeichnet und gemalt. um die Zeit dann rumzukriegen, habe ich meine Leidenschaft für's malen zu meinem Hobby gemacht.

Es bringt mir Spass, es lenkt mich ab und ich kann meine Gefühle mit selbstgemalten Bildern ausdrücken

 

Als 2016 noch Krampfanfälle dazu kamen und ich merke schon, dass es mir manchmal echt schwer fällt Bilder zu machen, mach ich es aber trotzdem.

Ich lass es mir nicht auch noch nehmen und auch wenn es mal nicht so klappt, fange ich eben von vorne an.

 

Wenn ich mein Pferd Finja besuche und wir uns auf die gemeinsame Arbeit und Zeit auf der Koppel freuen, merke ich wie sie mich mit ihrem ganzen Vetrauen und Liebe unterstützt um in den Sattel zukommen.

Dieser Moment im Sattel und Finja zu spüren ist ein der schönsten Momente in meinem Alltag. Eine Zeit außerhalb von Zeit und Raum, die die MS eingenommen hat.

 

Seit einem Jahr arbeite ich in einer Produktion und wie bei jedem anderen Arbeitnehmer gibt es solche und solche Tage.

Mit dem kleinen Einkommen habe ich auch meine kleine Unabhängigkeit erreicht.

Unabhängigkeit ist mein Ziel.

 

Obwohl ich nicht mehr so kann, mache ich schöne Dinge!

Jeder sollte was in seiner Freizeit machen und sich nicht von Einschränkungen davon abhalten lassen..

 

 

Die Krankheit lebt mit mir und nicht andersrum!