Inka

 

Schlaganfall

Der Schlaganfall ist keine einheitliche Erkrankung; der Oberbegriff "Schlaganfall", auch Apoplex oder Hirninsult genannt, wird vielmehr für eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen verwendet, die verschiedene Ursachen und damit auch unterschiedliche Therapien erfordern. Der Begriff wurde geprägt, als es noch nicht möglich war, die verschiedenen Formen und Ursachen dieser Erkrankung so zuverlässig festzustellen, wie es heute aufgrund der modernen Medizintechnik der Fall ist. Je nach Ursache sprechen Ärzte daher heute z.B. präziser vom "Hirninfarkt", wenn der Schlaganfall durch eine Mangeldurchblutung des Gehirns hervorgerufen wurde oder von einer "Hirnblutung", wenn der Schlaganfall durch den Austritt von Blut in das Hirngewebe verursacht wurde. Die häufigsten Folgen des Schlaganfalls sind neben einseitigen Lähmungen und Gefühlsstörungen der Arme und Beine, die Sprach-, Schluck-, Seh-, und Gleichgewichtsstörungen sowie Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen. Bedingt durch diese Einschränkungen oder durch die Schädigung des Gehirns selbst, ist bei etwa der Hälfte der Betroffenen mit depressiven Syndromen, wie Antriebsarmut oder starken Stimmungstiefs zu rechnen.

 

...und plötzlich alles anders.

Michael fragte mich: „Wann hast du gemerkt, dass nach einem Schlaganfall alles anders ist?“ Um ehrlich zu sein, ich weiß es gar nicht! Es ist so ein „schleichender

Prozess“. Ich weiß nur, dass alles anders ist – positiv anders. Ich bin viel lebensfroher, als vorher, als ich noch richtig gehen konnte und mein Hand benutzen konnte. Ich erlebe jeden Augenblick, jeden Moment viel bewusster! Klar, bin ich behindert, aber das stört mich nicht! Und das ist der Verdienst meiner Familie Mama, Papa, Tim und Oma! Im Krankenhaus gab es viele „auf´s und ab´s“ … Was meinen Zustand anging, aber auch was meine Freunde anging. .. Ich habe mich von der einen oder anderen „getrennt“ und der eine oder der andere ist dazu gekommen. Ich konnte mir vorstellen, wie es war gepflegt zu werden. „Das ist was für alte Leute…“ war immer meine Vorstellung. Und da lag ich nun… Ich konnte mich nicht drehen, geschweige den Sprechen und Aufstehen. Von nun an war kämpfen meine Devise! Kämpfen, kämpfen, kämpfen. Ich musste alles neu lernen. Schlucken, Kauen, Laufen und Sprechen um nur ein paar Sachen zu nennen. Es hat sich bezahlt gemacht. Heute laufe ich wieder, zwar abgehackt, aber ich laufe. Ich lebe wieder alleine und fahre mit meinem Auto zur Arbeit. Mein Motto ist „was mich nicht umbringt, macht mich stärker!“ Und ja, was soll ich sagen?! Es stimmt…!