Franzi

 

Lipödem

Das Lipödem ist eine Krankheit, die fast ausschließlich Frauen befällt. Der Einfluss weiblicher Geschlechtshormone und teilweise auch eine genetische Komponente gehören zu den Auslösern. So treten die Symptome der übergroßen Fettablagerung (meist an Hüften, Oberschenkeln und Oberarmen) vermehrt in der Pubertät auf. Die Erkrankung ist teilweise mit Schmerzen und Druckempfindlichkeit verbunden. Betroffene neigen zu blauen Flecken und zusätzlichen Wassereinlagerungen.

Das Lipödem ist nicht Ausdruck von Übergewicht – deshalb ist es nicht erfolgversprechend, den betroffenen Patientinnen eine Abmagerungskur zu empfehlen. Die Therapie besteht in Kompressionstherapien, konsequentes Tragen von Kompressionsstrumpfhosen bis Kompressionsklasse IV kombiniert mit Sport und regelmäßiger manueller Lymphdrainage. Wenn die obigen Maßnahmen nicht greifen, kann eine operative Therapie mittels Fettabsaugung (Liposuktion) durchgeführt werden. Diese kann allerdings durch Zerstörung der oberflächlichen Lymphgefäße zu einem zusätzlichen Lymphödem führen, wenn sie nicht von einem Facharzt für Chirurgie, der noch dazu lymphologisch weitergebildet ist, durchgeführt wird.

 

Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt.

Die wenigsten wissen, dass das Lipödem eine Krankheit ist. Viele Menschen sehen eine Frau mit übergroßen Oberschenkeln und denken oder sagen es sogar im schlimmsten Fall: "Na, die braucht aber eine Radikaldiät." Leider funktioniert das aber nicht. Bei einem Lipödem kann man durch Diäten kaum Besserung erzielen. Vorurteile sowie ungenügende Aufklärung auf Ärzteseite erhöhen den Leidensdruck der Betroffenen.

Das Lipödem ist also nicht zu verwechseln mit Übergewicht, das durch Diät vermieden oder wieder abgebaut werden könnte. Mittlere bis starke Schmerzen durch Gewebespannung oder Druck an den betroffenen Stellen verschlimmern den Zustand. Am häufigsten sind die Ober- und/oder Unterschenkel in ca. 30 % auch die Ober- und/oder Unterarme betroffen. Typisch für das Krankheitsbild ist eine ausgeprägte Disproportion, das heißt, Füße oder Hände sind nicht geschwollen. Oft ist nur der Unterkörper betroffen, der Oberkörper sieht völlig normal aus und "passt" damit nicht zu den verformten Beinen und Hüften.Der Krankheitsverlauf ist chronisch und fortschreitend. Tägliche Schmerzen und somit die Einnahme starker Schmerzmittel begleiten mich nun schon sehr lange. Manche Tage ist laufen fast nicht möglich! Hinzu kommt das Psychische, die Blicke fremder Menschen. Mein Mann, der mich so kennengelernt hat, steht hinter mir und versucht mir alles erschwerliche abzunehmen! Es tut so gut eine Familie zu haben, die einem immer zur Seite steht.

Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt.